Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

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„Gegen das Vergessen“: Eindringliche Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Nie wieder ist jetzt: Der 13. Jahrgang gedenkt der Befreiung von Auschwitz. Mit jiddischer Musik, persönlichen Worten ehemaliger Kollegen und einer berührenden Dokumentation setzte unsere Oberstufe ein starkes Zeichen gegen das Vergessen. Lesen Sie hier mehr über einen Vormittag, der Spuren hinterließ.

Am gestrigen Tag versammelte sich der 13. Jahrgang in der Aula, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz erlebten die Schülerinnen und Schüler eine Veranstaltung, die weit über den klassischen Geschichtsunterricht hinausging.

Ein Vormittag der leisen Töne und starken Botschaften

Die Veranstaltung wurde durch Herrn Schreeck, den Leiter des Selbstlernzentrums und Mitorganisator, mit einer eröffnet. Er betonte, dass die heutige Generation zwar keine Schuld an der Vergangenheit trage, aber die Verantwortung dafür übernehme, dass sich ein solches Grauen niemals wiederhole.

Einen besonderen emotionalen Akzent setzte Herr Wolfgang Schmitt-Gauer. Der ehemalige katholische Religions- und Musiklehrer der Schule präsentierte ein jiddisches Lied. Durch seine musikalische Begleitung und die tiefgehenden Erläuterungen zum Liedtext gelang es ihm, die kulturelle Welt, die durch den Holocaust fast vernichtet wurde, für einen Moment in der Aula lebendig werden zu lassen. Im Anschluss übergab er das Wort an den ehemaligen evangelischen Religionslehrer und Pfarrer Herrn Björn Uwe Ralhwes, der die Anwesenden in die Filmvorführung einleitete. 

Ein Film, der nachwirkt

Im Zentrum der Veranstaltung stand der Dokumentarfilm „Refuge: Stories of the Selfhelp Home“. Der Film beleuchtet das Schicksal von jüdischen, deutschen und deutschsprachigen Flüchtlingen, die in einem Altersheim in Chicago Zuflucht fanden. Die persönlichen Berichte der Überlebenden hinterließen beim 13. Jahrgang sichtlich Eindruck: Die Schülerinnen und Schüler verfolgten die Vorführung mit äußerster Konzentration und spürbarer Betroffenheit.

Ein würdiger Abschluss

Nach dem Film fand die Veranstaltung einen gleichermaßen besinnlichen wie kraftvollen Ausklang. Herr Schmitt-Gauer trat erneut für eine abschließende musikalische Darbietung auf, die den Raum mit einer Atmosphäre des Innehaltens füllte. Den Schlusspunkt setzten die bewegenden Worte von Herrn Rahlwes, der den Schülerinnen und Schülern wichtige Impulse für die Zukunft mit auf den Weg gab und das Gesehene in einen größeren Kontext des menschlichen Miteinanders rückte.

Weiterführende Auseinandersetzung im Selbstlernzentrum

Damit die Eindrücke des Vormittags vertieft werden können, hat Herr Schreeck im Selbstlernzentrum eine Auswahl an Büchern zusammengestellt. Diese beleuchten die Thematik aus verschiedenen Perspektiven und stehen ab sofort allen Schülerinnen und Schülern in der Auslage zur Ausleihe oder zum Lesen vor Ort zur Verfügung.

Wir danken den Initiatoren Björn Uwe Rahlwes und Wolfgang Schmitt-Gauer für diesen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur an unserer Schule.

 (Text: sek)

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