Am 4. August 2021 verstarb die ehemalige Schulleiterin der Ernst-Reuter-Schule 1, Frau Dr. Hannelore Christ. Mit  ihrer Amtszeit von 1999 bis 2007 ist eine weitreichende und nachhaltige Entwicklung der Schule verbunden, die bis in die Gegenwart trägt.

Als Frau Dr. Christ 1999 als erste Frau in der Geschichte der Schule die Leitung übernahm, hatte sich die Ernst-Reuter-Schule 1 nach einigen schwierigen Jahren  des Umbruchs, in dem aus der ehemaligen Gesamtschule mit Oberstufe ein reines Oberstufengymnasium wurde, konsolidiert: die Schülerzahlen wuchsen wieder, die Nachfrage nach Schulplätzen, die das Angebot  zunehmend überstieg, zeigte, dass die Schule eine stabile Rolle in der Frankfurter Schullandschaft gefunden hatte.

Frau Dr. Christs Aufmerksamkeit richtete sich in den Jahren ihrer Leitungstätigkeit vor allem auf die innere Schulentwicklung. Angesichts der Lage der Schule, am Stadtrand, in der Nordweststadt, angesichts der langen und engen Beziehung zu der benachbarten Ernst-Reuter-Schule II, einer integrierten Gesamtschule, spiegelte sich in der Schüler*innenschaft die Internationalität der Frankfurter Einwohner*innen in besonderer Weise: die Mehrzahl der Schüler*innen kam aus Familien, deren Eltern nicht in Deutschland geboren waren, und zunehmend wurde die Mehrzahl weiblich. Wollte man dieser Zusammensetzung im Unterricht und im Schulleben gerecht werden, bedurfte es eines Schulklimas, das den interkulturellen Austausch ermöglichte, den jungen Frauen persönliche und berufliche Perspektiven jenseits der  traditionellen Bahnen eröffnete und die Kompensation von unterschiedlichen Lernvoraussetzungen bewerkstelligte. Diese Schwerpunkte prägten die innere Schulentwicklung ihrer Amtszeit, in der Berufsorientierung vor allem auch für die jungen Frauen in der Schüler*innenschaft, interkulturelle Projekte und die Sprachförderung in allen Fächern durch die Schulleiterin initiiert und etabliert wurden.

Kolleg*innen und Schüler*innen schätzen ihre persönliche Haltung allen gegenüber, die in der Schule miteinander arbeiteten. Diese war von Empathie und Wertschätzung getragen. Die stets offene Tür ihres Büros galt als ihr Markenzeichen, als Zeichen ihrer Ansprechbarkeit und Zugänglichkeit für die Belange der Kolleg*innen, aber auch der Schüler*innenschaft.

Die Förderung von Frauen war Frau Dr. Christ  ein wichtiges Anliegen. Dies äußerte sich nicht nur in ihrer Leitungstätigkeit, sondern auch in ihrem Engagement im Mentoring-Projekt, das sie gemeinsam mit der damaligen Frauenbeauftragten des Staatlichen Schulamts, Frau Renata Berlin, und weiteren Kolleginnen aufbaute. In diesem landesweit einmaligen Pilot-Projekt wurden Frauen ermutigt, aber auch qualifiziert, sich auf Leitungspositionen zu bewerben.

Schon bevor die Bedeutung einer Feedback-Kultur im Rahmen der Schulqualitätsdebatte thematisiert wurde, holte sich Frau Dr. Christ Rückmeldung aus dem Kollegium zu ihrer Leitungstätigkeit, denn die Anregungen und Positionen der Kolleg*innen waren ihr wichtig. Gleichzeitig verfügte sie über eine ausgeprägte Leitungsverantwortung und ein Rollenbewusstsein, das es ihr ermöglichte, notfalls auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen.

Alle, die mit Frau Dr. Christ an der Schule zusammenarbeiteten, attestierten ihr ein hohes Maß an Professionalität, das sie auch von den Lehrer*innen in ihrer Unterrichtsarbeit erwartete.
Frau Dr. Christ hat mit ihrer Arbeit Maßstäbe gesetzt: für das Leitungshandeln, für die inhaltliche und programmatische Ausrichtung des Schule, für den Umgang miteinander und das Bemühen um ein Schulklima, das den Schüler*innen Raum für die Entfaltung ihrer Fähigkeiten und Persönlichkeiten bietet.
Ihr Wirken hat in der Geschichte der Schule nicht nur Spuren hinterlassen, sondern Wege gebahnt.

Monika Schmidt-Dietrich
Schulleiterin der Ernst-Reuter-Schule 1 von 2007 bis 2018

 

Im Folgenden finden Sie einen Auszug aus dem Jahrbuch der Ernst-Reuter-Schule 2007, dem Jahr, in dem Frau Christ in den Ruhestand verabschiedet wurde. In diesem Text findet sich eine sehr anschauliche und sehr persönliche Würdigung durch Herrn Klaus von Wangenheim, einem langjährigen Kollegen von Frau Christ. Der Text ist im Original übernommen worden.

Unsere Schulleiterin Frau Dr. Hannelore Christ

Hannelore Christ als Schulleiterin zu würdigen habe ich als Aufgabe gern übernommen, verbindet mich mit ihr doch ein jahrelanges, freundschaftliches, kollegiales Verhältnis. Hingegen ist mir diese Aufgabe auszufüllen nicht leicht gefallen. Kann man einer so ausgeprägten Persönlichkeit gerecht werden? Allen, die mir dabei durch ihr Bild von Hannelore Christ geholfen haben, danke ich hiermit.

Licht
Ihr Markenzeichen war die offene Tür, die sie nicht erfunden, aber durch ihr Verhalten als Symbol für das Miteinander in der Schule füllte. Sie war erreichbar, ansprechbar, zugänglich. Und sie war vertrauenswürdig. Sie kümmerte sich um alles, war für alle da, wie dies selten in Schulen ist (oder sich allenfalls in dem Kontrollbedürfnis mancher Schulleiter äußert). Sie fand einen Zugang zu Menschen, hatte eine Art, dass man von sich viel erzählte und manchmal innerlich aufschreckte („Wem erzähle ich das eigentlich?“). Sie half, wo sie konnte. War interaktionsstark und konnte Menschen einschätzen, ohne abschätzig zu sein. Sie konnte Entscheidungen alleine treffen, und doch spürte man manchmal, dass dies einsam macht und auch die Schulleiterin manchmal für ein liebes Wort dankbar ist. Das hat viele für sie eingenommen.

Ihr war Atmosphäre wichtig, nicht nur durch Blumen oder durch die Ordnung besonders im ersten Stock. Sie wollte wissen, wie das Kollegium sie einschätzt. Noch nie hatte ein Schulleiter danach gefragt, was das Kollegium von ihm und seiner Arbeit hält. Gleichwohl vertrat sie klare Normen, sprach deutliche Worte und zog eindeutige Grenzen. Sie ließ einen nicht in Ruhe, denn sie konnte gut delegieren, aber ließ einen auch nicht allein. In Konferenzen konnte sie Unstimmigkeiten erkennen und oft auch entschärfen und unnötigen Konflikten den Wind aus den Segeln nehmen.
Verfehlungen verfolgte sie hartnäckig und strebte konsequent eine Regelung an, die der Verfehlung, den Personen und der Situation sowie dem Wiedergutmachungsanspruch gerecht werden konnte. Doch sie konnte bei diesen Aktionen auch ab und zu geben, wenn die ins Auge gefasste Maßnahme keine Chance hatte, wirksam zu werden.
Konflikte zwischen SchülerInnen und LehrerInnen nahm sie ernst, stand klar auf der Seite des professionellen Rollenverständnisses bei LehrerInnen und klar auf der Seite derjenigen, die kommunikative Auseinandersetzungen favorisierten. Täuschungsversuchen, Verschleierungen und Verdrängungen trat sie unmissverständlich entgegen. Sie schien von einer strengen protestantischen Lebenshaltung geleitet, souverän, manchmal mit angespannter oder angestrengter Mine.
Sie holte sich bei KollegInnen und auch im Kollegium Rat und konnte Korrekturen der eigenen Haltung vornehmen. Alle, die ich sprach, lobten oder attestierten ihre Professionalität, Kompetenz und Leitungsverantwortung. Sie, die sie die erste Frau in der Reihe der männlichen ERS-Leitungsspitze ist, hat Männern gezeigt, wie frau klar führen und menschlich Anteil nehmen kann, und Frauen, dass dies kein Widerspruch sein muss.

Alle Schülerinnen und Schüler anerkannten ihren guten, anspruchsvollen Unterricht. Sie habe sehr genau auf Regeleinhaltung geachtet, besonders beim Zuspätkommen. Sie sei hilfsbereit gewesen und ein Vorbild für eine emanzipierte Frau.
Vielen Schülerinnen und Schülern erschien sie widersprüchlich, im unmittelbaren Kontakt für manche ängstigend, was sich besonders vor dem mündlichen Abitur bemerkbar machte. Männer und Frauen behandele sie gleich, aber Frauen ängstigten sich eher. Die widersprüchlichen Beschreibungen lauteten, sie sei undurchschaubar - offen, sympathiegeleitet - fair, dominant - unterstützend, in ihrer Direktheit verletzend – schützend, gefühlskalt – einfühlsam und warmherzig, unnahbar wie durch Panzerglas - bemutternd.
Anscheinend fiel es den Schülerinnen und Schülern schwer, die gelebte Distanz, in der Hannelore Christ ihnen zugleich zugetan war, anzunehmen. Dazu sind Jugendliche vielleicht noch nicht selbstsicher genug und verwechseln leichter diese Rollendistanz mit Sympathie- bzw. Antipathieäußerungen.

Schatten
Zu Beginn vom Kollegium euphorisch begrüßt, musste diese ideal erscheinende institutionelle Beziehung zwangsläufig Enttäuschungen ertragen. Sie hinterließen auf beiden Seiten Spuren. Zu disparat können Interessenskonstellationen in der Schule sein, als dass eine Schulleiterin es allen recht machen könnte und bei allen beliebt bliebe.
Einige hatten den Eindruck, dass ihre Beziehung zu ReferendarInnen und zu manchen KollegInnen (mit bestimmten Problemen) von ihrer Sympathie abhing. Dieser Eindruck ist im Grunde die mögliche Kehrseite eines Rollenverhaltens, das keine Fassaden baut, sondern die Person in der Rolle erlebbar hält. Wenn erlebbar war, dass gelingende Beziehungen ihrer Förderung sicher sein konnten, so konnte umgekehrt eine distanzierte Beziehung um so kränkender erscheinen.
Gelegentlich blieb eine Entscheidung für Einzelne unverständlich, sei es dass die Vermittlung der Gründe misslang oder andere als die offiziell bekundeten Gründe eine Rolle zu spielen schienen.
Gelegentlich gab es Irritationen, die der Frauen-Männer-Frage geschuldet schienen. Sie hat einen Frauenblick und hat viel für Frauen getan, die Unsicherheit und Unterwürfigkeit von Frauen berührte sie persönlich. Gleichwohl hatten Männer es nicht unbedingt schwerer. Für sie selbst war wohl schwieriger auszuhalten, wenn die Beziehung zu Männern oder Frauen formalistisch gehandhabt wurde und sie zu Machtspielen genötigt wurde, die sie zwangen Defizite zu offenbaren. Eine solche Situation musste sie verletzen, denn sie hatte keine Probleme Fehler einzugestehen oder sich zu entschuldigen. Aber sie konnte auch unnachgiebig sein, wenn in Konflikten die notwendige Verständigung nicht erreichbar war.

Dank
Es sei mir gestattet den Dank der KollegInnen in meinem persönlichen Dank vorzutragen:
Liebe Hannelore, ich kann mit Worten nur schwer ausdrücken, wie tief ich dafür dankbar bin, dass Du in den letzten Jahren meines Schullebens, das in einem guten halben Jahr endet, meine unmittelbare Dienstvorgesetzte warst. Bei Dir erlebte ich, dass ich immer willkommen war, womit ich auch kam.
Bei Konflikten mit SchülerInnen standest Du mir zur Seite, bei manchmal ungewöhnlichen Ideen klärte Dein Realitätsblick, bei Initiativen bekam ich Rückenwind und beim Loswerden von Alltagsbelangen Deine Anteilnahme. Mit Dir erlebte ich institutionelle Kooperation in der von mir gewünschten Weise, auf Augenhöhe, die unterschiedlichen Rollen ausgestaltend und für die kollegiale und pädagogische Arbeit gewinnbringend nutzend. Ich konnte sicher sein, dass Du mitdachtest, Unterstützung gewährtest oder Auswege ersannst. Wir konnten über alles reden und Kontroversen aushalten, weil wir Verständnis füreinander möglich machten. Du konntest verschwiegen sein, hast Dein Wissen nie missbraucht.
Manchmal ließ ich, statt den schulinternen Dienstweg einzuhalten, einen Vorgang über Dich laufen, weil ich mir Deiner prinzipiellen Unterstützung gewiss war.
Als Kollegin im Fach Ev.Religion konnte ich auf Deine kreativen Impulse hoffen, wenn es galt, die Innenwelt der SchülerInnen aufzuschließen und „zur Sprache“ zu bringen. In den Fachkonferenzen, die gelegentlich in Privaträumen, auch bei Dir, stattfanden, verband sich Kulinarisches mit Inspiration, gegenseitige fachliche Unterstützung mit persönlicher Anteilnahme.
Bei gemeinsamen Unterrichtsbesprechungen im Rahmen von Unterrichtsbesuchen bei ReferendarInnen konnten sich diese Deiner Unterstützung (auch gegen Dir ungerechtfertigt erscheinende Fachleiterkritik) sicher sein. Deine Anregungen aufgrund Deines weiten pädagogischen Blicks auf das Gesamtgeschehen verbandest Du stets mit konkreten Hilfen für die Praxis. Allerdings: Naivität, Sorglosigkeit im Umgang mit inhaltlichen Fragen oder gar „nach-dem-Mund-reden“ durften sich ReferendarInnen nicht erlauben. Hier fanden sie in Dir eine verantwortungsbewusste, sich selbst gegenüber den Erfordernissen des Schulalltags in die Pflicht nehmende Kollegin und Schulleiterin vor, die klar und verbindlich ihre Sicht vortrug.
Du hast aufgrund Deiner klaren pädagogischen, auf Dialog setzenden Konzeption von Schule die Impulse von uns KollegInnen aufgenommen und ihnen Unterstützung und Richtung gegeben. Du hast diese Erfahrungen der ERS auch in Vorträgen und Referaten auf Dienstversammlungen und Fortbildungen kompetent und engagiert weitergegeben.
Die Tastsache, dass SchülerInnen wie LehrerInnen Dich so ähnlich beschreiben, weist Dich als eine Menschin aus, die in ihrer Haltung anderen gegenüber nicht zwischen Rollenträgern, sondern zwischen Personen unterschied. Du hast Dein Wesen, Deine Fähigkeiten und Dein Handeln in direkt gelebten Beziehung unprätentiös gezeigt. Nie hattest Du die Aura einer Direktorin um Dich, Du bliebst authentische Person in Deiner Rolle, ernsthaft, gewissenhaft, wach, humorvoll, anteilnehmend und unterstützend. Es war, wie ein Kollege sagte, ein Luxus, Hannelore Christ als Schulleiterin zu haben.
In herzlicher Verbundenheit,
stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen Dir dankend

Klaus von Wangenheim

Liebe Eltern, liebe Schüler:innen,

es ist schön, an dieser Stelle mal keine (sic!) Corona-Nachrichten berichten zu müssen, sondern einfach zu schreiben, dass Fotos der Kunstausstellung, die Herr Brück so wunderbar arrangiert hat, nun auch online zu sehen sind. Natürlich ist es kein Ersatz für die Ausstellung vor Ort, aber da wir weiterhin Kontakte vermeinden sollen (jetzt also doch wieder Corona), bietet es eine Möglichkeit, sich die Kunstwerke unserer Schüler:innen bedenkenlos näher anzuschauen. Ich wünsche viel Spaß bei der virtuellen Ausstellung unserer Kunstkurse!

Herzliche Grüße,
Marcus Ivens

Liebe Schüler:innen,
liebe Eltern,

am Montag beginnt für alle wieder ein neuer Lebensabschnitt. Die Schüler:innen der Einführungsphase kommen neu zu uns auf die Schule und die Schüler:innen der Qualifikationsphase bereiten sich auf das kommende Abitur vor. Damit wir alle den Überblick behalten, möchte ich hier in aller Kürze die wichtigsten Informationen zusammenstellen:

Die Schüler:innen der Einführungsphase kommen zeitversetzt (siehe persönliches Aufnahmeschreiben) in den dritten Stock des Bauteils E. Dort findet eine kurze Begrüßung statt. Danach geht es mit der Tutor:in in den Klassenraum, wo alles Weitere besprochen wird. Bitte bringen Sie folgende Dokumente/Utensilien mit:

  • Zeugnis der 10. Klasse, 2. Halbjahr
  • Nachweis über die Masernimpfung (Impfausweis oder Bescheinigung Ihres Arztes)
  • ausgefüllte Einverständniserklärung zur Durchführung von Corona-Schnelltests
  • medizinischer Mund-Nasenschutz oder FFP2-Maske
  • Schreibunterlagen, Stifte

Die Schüler:innen der Qualifikationsphase kommen zur zweiten Stunde (8:40 Uhr) zu ihrem Klassenraum und bekommen dann von ihrer Tutor:in alle weiteren Informationen wie zum Beispiel den Stundenplan und eine Kursübersicht. Auch sie bringen natürlich eine medizinische Maske mit, die überall zu tragen ist. Sofern Sie neu an der Schule aufgenommen wurden, benötigen wir von Ihnen einen Nachweis über die Masernimpfung und eine ausgefüllte Einverständniserklärung zur Durchführung von Corona-Schnelltests.

Für alle Eltern und Schüler:innen gibt es hier als Ergänzung noch den Elternbrief zum Schuljahr 2021/22 von unserem Kultusminister.

Ich wünsche uns allen einen guten Start!

 

Liebe Eltern,
heute möchte ich Sie über die Planungen für das nächste Schuljahr informieren. Ich bin froh, dass Ihre Kinder während der vergangenen Wochen hessenweit alle wieder die Schule besuchen durften, ihre Freunde und Lehrkräfte jeden Tag treffen und am Unterricht nahezu in gewohnter Weise teilnehmen konnten. Auf dieses Maß an Normalität haben wir alle gemeinsam viele Monate gewartet. Die zurückliegende Zeit war für Sie und Ihre Kinder mit außergewöhnlichen Belastungen verbunden. Ich danke Ihnen sehr für Ihr Durchhaltevermögen. Im Folgenden finden Sie alle für Sie wichtigen Informationen für die Zeit nach den Sommerferien.

1. Täglicher Präsenzunterricht

Der Inzidenzwert liegt erfreulicherweise derzeit hessenweit im niedrigen Bereich. In der Hoffnung, dass die gegenwärtige positive Pandemielage mit einer zunehmenden Impfquote und breit verfügbaren Testmöglichkeiten in den Schulen auch nach den Sommerferien kontrollierbar anhält, ist es meine Absicht, in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz im neuen Schuljahr landesweit mit täglichem Präsenzunterricht zu beginnen. Dies bedeutet, dass ein weitgehend regulärer Schulbetrieb bei gleichzeitig hohen Sicherheitsstandards ermöglicht wird.

2. Hinweise für Reiserückkehrer

Die Sicherheit in den Schulen wird auch davon abhängen, wie sich das Infektionsgeschehen, insbesondere infolge von Urlaubsreisen, entwickelt. Wir alle können einen Beitrag zur Sicherheit unserer Schulen und damit zur Sicherheit unserer ungeimpften Kinder und Jugendlichen leisten.

Ich möchte Sie daher eindringlich bitten, sich und Ihre Kinder in der letzten Ferienwoche in einem der zahlreichen Testcenter testen zu lassen oder einen Selbsttest durchzuführen, um eine Ausbreitung von Virusinfektionen in die Schulen zu vermeiden.

3. Präventionswochen nach den Sommer- und Herbstferien

Als weitere Maßnahme zur Eindämmung des Infektionsrisikos am Schuljahresanfang werden wir direkt nach den Sommerferien für den Zeitraum vom 30. August bis zum 10. September zwei sogenannte Präventionswochen durchführen, in denen die Maskenpflicht im Unterricht auch wieder am Platz gilt und zudem für die Teilnahme am Präsenzunterricht drei- statt zweimal pro Woche ein negativer Testnachweis erfolgen muss. Dieser kann weiterhin in der Schule erbracht werden. So werden wir auch nach den Herbstferien verfahren.

4. Impfungen

Die Schulen bleiben nach wie vor Orte, an denen viele Menschen zusammenkommen. Wenn alle Erwachsenen im Umfeld der Kinder und Jugendlichen geimpft sind, erhöht das nicht nur die Sicherheit an unseren Schulen. Vielmehr schützt diese Impfdichte vor allem unsere Schülerinnen und Schüler. Das gilt insbesondere für alle Kinder unter zwölf Jahren, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Liebe Eltern, ich darf alle unter Ihnen, die sich noch nicht für eine Impfung entschieden haben, ermutigen, ein Impfangebot zu nutzen. Auch alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen über 17 Jahren und Schülerinnen und Schüler, für die eine Impfung empfohlen wird, sollten sich – wenn immer möglich – impfen lassen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Kinder von 12 bis 17 Jahren ebenfalls impfen zu lassen. Die Kinder- und Jugendärzte beraten dazu gerne. Bitte nehmen Sie diese Angebote in den Ferien wahr.

5. Besondere Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen

Selbstverständlich werden an den Schulen auch weiterhin besondere Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen wie regelmäßige Tests, Maskentragen und regelmäßiges und richtiges Lüften gelten:

a) Schnelltests in den Schulen

Zur Sicherheit Ihrer Kinder wird weiterhin das Testen von zentraler Bedeutung sein und regelmäßig in den Schulen angeboten werden. [Dazu benötigt die Schule eine Einwilligungserklärung, s.u.!!] Alternativ kann der Nachweis über einen sog. Bürgertest in einem der zahlreichen Testcenter vorgelegt werden. Die Teilnahme am Präsenzunterricht und anderen regulären schulischen Veranstaltungen wird weiterhin nur denen möglich sein, die zu Beginn des Schultages über ein negatives Testergebnis (außerhalb der Präventionswochen maximal 72 Stunden alt) oder über den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes oder Genesenenstatus verfügen. Ungetestete oder vom Präsenzunterricht abgemeldete Schülerinnen und Schüler sind weiterhin verpflichtet, dem von der Schule angebotenen Distanzunterricht zu folgen. Eine direkte Zuschaltung zum Präsenzunterricht z. B. mittels eines Videokonferenzsystems können Sie dabei nicht voraussetzen.

b) Medizinische Masken

Auch das Maskentragen wird uns leider weiterhin begleiten müssen. Grundsätzlich besteht jedoch keine Maskenpflicht mehr im Freien, am Platz während des Unterrichts (Ausnahme: Präventionswochen) und wenn es zu pädagogischen Zwecken (z. B. zur Lautbildung im Fremdsprachenunterricht oder im Sportunterricht) erforderlich ist. Neu ist, dass Ihre Kinder im kommenden Schuljahr, soweit erforderlich, eine medizinische Maske tragen müssen (OP-Maske oder Schutzmaske der Standards FFP2, KN95, N95 oder vergleichbar ohne Ausatemventil).

c) Lüften

Gemäß den Expertenempfehlungen (z. B. des Umweltbundesamtes) ist richtiges und regelmäßiges Lüften zur Reduzierung einer etwaigen Viruslast in Innenräumen unumgänglich und daher auch in Klassenzimmern in jedem Fall zwingend durchzuführen. Dort, wo nicht richtig gelüftet werden kann, kann der zusätzliche Einsatz von qualitätsgeprüften und von Fachleuten aufgestellten mobilen Luftfilteranlagen sinnvoll sein. Das Land unterstützt daher in diesem wie auch im vergangenen Jahr die für die Schulgebäude zuständigen Städte, Gemeinden und Landkreise finanziell bei den notwendigen Schutzmaßnahmen.

d) Betretungsverbot

Bei Fieber, Husten oder sonstigen für Covid-19 typischen Krankheitssymptomen darf das Schulgelände nicht betreten werden. Dies gilt auch, wenn die typischen Symptome bei Mitgliedern desselben Hausstands (Familie) oder anderen engen Kontaktpersonen vorliegen. Bei einfachem Schnupfen haben Ihre Kinder ab dem kommenden Schuljahr die Möglichkeit, täglich zum Schulbeginn einen Selbsttest in der Schule durchzuführen.

e) Schülerbeförderung

Seitens der Landesregierung werden den Kommunen auch weiterhin finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um zusätzliche Kapazitäten in der Schülerbeförderung zu schaffen.

f) Regionale und schulbezogene Maßnahmen

Weiterhin können die Gesundheitsämter unabhängig von den vom Kultusministerium getroffenen landesweiten Regelungen – je nach Entwicklung der pandemischen Lage vor Ort – regionale oder schulbezogene Maßnahmen anordnen.

6. Schulfahrten

Nach den Sommerferien 2021 können Schulfahrten innerhalb Deutschlands grundsätzlich durchgeführt werden, sofern die Entwicklung der Pandemie dies zulässt. Schulfahrten ins Ausland bleiben bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres 2021/2022 untersagt.

Liebe Eltern, das kommende Schuljahr wird ganz im Zeichen des Förderns und Aufholens stehen. Unser landesweites Förderprogramm „Löwenstark – Der BildungsKICK“ wird unsere Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung der Coronakrise unterstützen. Wir haben hierbei alle Kinder und Jugendlichen im Blick und beziehen neben reinen Wissenslücken auch die sozialen, emotionalen und psychischen Auswirkungen der Krise mit ein. Neben der gezielten Förderung im Unterricht und in der Schule werden Angebote zur kulturellen Bildung oder im Sportbereich sowie Ferienangebote Teil unseres breit ange-legten Maßnahmenpakets sein. So können beispielsweise in den vor uns liegenden Som-merferien Schülerinnen und Schüler in ganz Hessen auf Empfehlung der Schule an einem Lerncamp teilnehmen. Ich hoffe, dass Ihre Kinder mit großer Freude die ganze Vielfalt unserer löwenstarken Angebote nutzen werden.

Nun wünsche ich Ihnen und Ihren Kindern erst einmal schöne und erholsame Ferien. Nutzen Sie die durch die gegenwärtig niedrigeren Inzidenzen möglichen Freiheiten be-sonnen und verantwortungsvoll und geben dem Virus und seinen Mutationen durch Leichtsinn möglichst keine Chancen. Wir tragen alle füreinander Verantwortung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Üblicherweise befassen sich die Schüler:innen mit dem Thema Licht im Physikunterricht. Doch auch in der Informatik begegnet uns das Thema Licht auf vielfältige Weise.

Wie überträgt man Informationen mit Licht? Wie kann uns unsichtbares Licht beim Einparken helfen? Kann man damit auch Geschwindigkeiten messen? Wie arbeiten Solaranlagen möglichst effektiv?

Um Antworten auf diese und andere Fragen zu finden, hat der Vorleistungskurs Informatik der ERS 1 am 13.07.2021 an einem Mikrocontroller-Workshop der Universität Paderborn teilgenommen.

Bei einer Einstiegsstation lernten alle Schüler:innen zunächst die Grundlagen im Umgang mit einem Arduino-Mikrocontroller. Dabei wurden LEDs zum Blinken gebracht oder mit einem Taster ein- und ausschaltet. Außerdem lernten die Schüler:innen, wie man eigene Programme mit der Arduino IDE erstellt und auf den Mikrokontroller hochlädt.

Danach konnten die Zweiergruppen an vier weiteren Stationen mit verschiedenen Eigenschaften des Lichts experimentieren.

Station 1 – Sonnenblume

Wie alle Pflanzen benötigen Sonnenblumen für ihr Wachstum viel Licht. Je mehr, desto besser. Um viel Licht zu ergattern, richten die Sonnenblumen ihren Trieb so aus, dass die Blätter immer möglichst stark von der Sonne beschienen werden. Auch moderne Photovoltaikanlagen sind in der Lage, sich ständig neu auszurichten, um dem Stand der Sonne zu folgen, damit möglichst viel Sonneneinstrahlung in Strom umgewandelt werden kann.

Woher aber weiß die Sonnenblume oder auch die Solarzelle, in welche Richtung sie sich bewegen muss?

Um diese Frage zu beantworten, wurde bei dieser Station eine Sonnenblume gebastelt, die dem Licht einer Taschenlampe folgen kann. Dazu wurde ein Helligkeitssensor, der die Lichtintensität misst, mit einem Servomotor kombiniert.

arduino blume

Station 2 – Einparkhilfe

Zum Glück sind aktuelle Fahrzeuge meist mit Einparkhilfen ausgestattet. Diese unterstützen den Fahrer oder die Fahrerin durch ihre akustischen Signale dabei, den Abstand richtig einzuschätzen und so eine drohende Kollision zu verhindern.

Aber wie funktioniert eine Einparkhilfe? Woher kennt das Fahrzeug den Abstand? Und wie wird der Abstand in einen Warnton umgesetzt?

Um diese Fragen zu beantworten, konnten die Schüler:innen mithilfe eines Infrarot-Entfernungsmessers und einem Summer bei dieser Station die Einparkhilfe eines Fahrzeugs nachbauen.

arduino parken

Station 3 Lichtschranken

Manche Geräte in unserem Alltag reagieren ganz automatisch. Wenn wir ein Kaufhaus betreten, dann öffnen sich die Türen oft wie von Geisterhand. Die Rolltreppe startet, ohne dass wir überhaupt einen Fuß darauf gesetzt haben und eine Aufzugstür, die sich gerade schließt, öffnet sich wieder, wenn wir in den Aufzug drängen.

Woran merken diese Geräte, wann sie reagieren sollen? Wieso funktioniert das alles automatisch und warum sieht man eigentlich keinen Schalter?

Bei all diesen praktischen Erfindungen kommen Lichtschranken zum Einsatz. An dieser Station konnten die Schüler:innen mit Infrarot-Dioden und Infrarot-Photodioden zwei Lichtschranken bauen, um Zeit und Geschwindigkeit zu messen.

Station 4 – Farbthermometer

Wir alle benutzen täglich Thermometer. Aber manchmal ist es ganz schön mühsam, die gemessene Temperatur auf einer Skala abzulesen.

Wäre es nicht viel bequemer, wenn der Temperaturbereich sofort durch eine Farbe visualisiert wird, so wie man es bei modernen LED-Wasserhähnen sieht?

Bei dieser Station haben die Schüler:innen einen Temperatur-Sensor eingesetzt und anschließend den gemessenen Temperaturbereich durch eine RGB-LED sichtbar gemacht.

 arduino temperatur

Die Schüler:innen hatten sehr viel Spaß dabei, die oben beschriebenen Projekte zu realisieren und haben dabei ganz nebenbei eine Menge über die Eigenschaften des Lichts gelernt.

Liebe Schüler:innen,

wir freuen uns sehr, ab dem 7. Juni 2021 wieder alle (!) Schüler:innen in der Schule begrüßen zu dürfen. Der Unterricht findet nach dem bekannten Stundenplan statt.

Herzlich willkommen!

Liebe Schüler:innen, liebe Eltern,

die Zahlen sinken weiter und wir sind in Frankfurt bei Stufe 1. Daher beginnt für die Schüler:innen der Qualifikationsphase (Q2) ab Dienstag (25. Mai 2021) wieder der Präsenzunterricht. Das heißt alle Schüler:innen der Q2 kommen wieder in einem Klassenraum zusammen und haben gemeinsam Unterricht. Weiterhin gilt u.a. für alle die Testpflicht (außer für Geimpfte/Genesene mit entsprechendem Nachweis!), Masken tragen und Abstand halten wo es möglich ist.

Die Schüler:innen der Einführungsphase (E2) werden weiterhin im Wechselunterricht beschult. Hier sind die Schüler:innen der Gruppe B ab Dienstag in der Schule und die Gruppe-A bleibt (noch) zu Hause.

Es ist ein Lichtblick und ich wünsche uns allen, dass es weiter aufwärts geht -
und mit den Zahlen abwärts.

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